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Museum macht Lust auf Leder

„Tag des offenen Denkmals“ lockte unter anderem in die ehemalige Saarner Lederfabrik Abel.

Wenn man an Mülheims Wirtschaftsgeschichte denkt, denkt man vielleicht an Stahlindustrie und Handel, aber nicht an Leder“ sagt Stadtführerin Roswitha Passmann zum Auftakt einer Zeitreise durch die Mülheimer Lederindustrie. Am „Tag des offenen Denkmals“ haben sich insgesamt knapp 100 Geschichtsinteressierte für die von Passmann und Kollege Dieter Burger geführten Bustouren angemeldet. Auch bei der offiziellen Eröffnung des Ledermuseums in der ehemaligen Lederfabrik Abel herrscht riesiger Andrang.

BlätterbücherDie Einblicke aus der Lederfabrik Hammann im Kopf, staunen die Zeitreisenden um so mehr, als sie Ausstellungsmachering Monika Bock durch das neue Ledermuseum in der alten Lederfabrik Abel führt. Vom Gerberfass und alten Werkzeugen bis zu diversen Lederhäuten, anschaulichen Bild- und Texttafeln, einem Dokumentarfilm oder einer Hörstation kann man dort rational und sinnlich anschauen, anfassen und anhören, wie Mülheims Lederindustrie zu dem wurde, was sie einmal war. Da werden Fabrikanten ebenso in den Blick genommen wie der sich verändernde Arbeitsalltag in der lokalen Lederindustrie, die zu einem „Verlierer der Globalisierung“ geworden ist. Kaum ein Museumsbesucher kann glauben, dass von den 1950 noch rund 50 Lederfabriken nur noch zwei existieren.

Doch diese eher traurige Geschichte ändert nichts an der positiven Resonanz, die das neue Ledermuseum in der alten Lederfabrik bei seinen ersten Besuchern findet. „Das könnte ein echtes Highlight werden, das Leute herlockt. Das macht neugierig auf mehr“,, meint Norbert Schröter. „Es ist zwar wahnsinnig voll, aber didaktisch geschickt aufgebaut“, lobt Barbara Eilers. „Hier komme ich noch mal hin, wenn es leerer ist“, verspricht Elfriede Scholfield, die von der neuen Nutzung der alten Fabrik beeindruckt ist. Henriette Hoffmann und Dorothea Mostert sind „ganz begeistert“ und versprechen: „Wir sind hier nicht das letzte Mal gewesen.

Neue Ruhr/Rhein Zeitung NRZ
Fotos © Walter Schernstein

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