Vom 12.8.2008 bis 24.9.2008 hat der Mülheimer Künstler Jochen Leyendecker Kunstworkshops mit behinderten und nicht behinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Leder- und Gerbermuseum durchgeführt.
Im Zentrum stand die kreative Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Leder. Zunächst wurden mit einfachen Werkzeugen unterschiedliche Ledersorten bearbeitet.
Techniken wie Schneiden, Kleben, Punzieren, Nähen oder Stanzen konnten die Teilnehmer an eignen Objekten üben und sich nach und nach auch an kleine Gestaltungen heranwagen. Zunächst wurde das Thema „Ledermasken“ bearbeitet, das die Teilnehmer unterschiedlich interpretieren konnten.
Zum Thema „Weltall“ haben die Kursteilnehmer Planenten gestaltet, das zu einem gemeinsamen Mobile zusammengefügt wurde. Unter dem Thema „Tiere des Waldes“ wurden Kunstwerke aus Leder gefertigt. So entstanden Mäuse, Fledermäuse, Vögel und andere Waldtiere aus einfachen Formen, die immer weiter entwickelt wurden. Je nach individueller Leistung und Voraussetzung haben die Teilnehmer verschiedene Tiere des Waldes gefertigt.
Der Kurs wurde mit einer Ausstellung beschlossen, die von den Teilnehmern selbst zusammengestellt wurde. Eine Dokumentation über die Arbeit in den Workshops und über die Vorbereitung der Ausstellung wurde erstellt und zum Teil der Abschlusspräsentation gemacht.
Eine Plakat- und Bilderwand dokumentiert als ständige Präsentation im Leder- und Gerbermuseum die kreative Leistung dieser Gruppe.
Jochen Leyendecker
Jochen Leyendecker, geb. 1957, studierte Architektur und Bildhauerei. 1989 Annerkennungspreis für Kirchenraumgestaltung, Erzbistum Köln. 1991 Preisträger Albertus-Magnus-Wettbewerb, Bonn. 1993 Jacob-Eschweiler Förderpreis.